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(Sport lokal, WAZ, 3.10.2001)
Fernöstlicher Kampfsport wirkt wie Kunst.
Vorführung Schule Panner Straße
Nicht eine Minute Leerlauf! Das war schon eine beeindruckende Schau in der Kung Fu Schule Pannerstraße 29. Uwe Gärtner und seine Kampfkünstler führten vor, was unter den fernöstlich klingenden Namen wie Shaolin und Kung Fu wirklich zu verstehen ist.
Dass die Kung Fu-Kämpfer Bretter (fast 4cm dick) mit der Hand- und Fußkante durchteilen, ebenso 5, gar 10 cm dicke Steine, was Uwe Gärtner zum Abschluss mit acht Steinen erfolgreich vorführte und was in den entsprechenden Filmen immer so spektakulär aussieht, gehört auch dazu. Aber es ist nur ein Teil dieses Sports.
Dieser Sport beginnt mit der Achtung vor dem anderen, selbstverständlich auch vor den Besuchern. Mit der Verbeugung allein ist es nicht getan. Arme und Hände sprechen eine deutliche Zeichensprache. Fair play auf chinesisch. Die im Shaolin bzw. Kung Fu üblichen Bewegungsabläufe sind schwer zu erklären. Man muss sie gesehen haben, am besten im Zusammenhang.
Die richtige Atemtechnik gehört dazu. Schon interessant zu sehen, wenn ein Kämpfer - übrigens gibt es hier auch Kämpferrinnen - sein ganze Kraft in die Finger konzentriert. Trainiert wird der gesamte Körper. Bei den Übungen mit dem Langholz war das schön zu sehen: Auf einmal glaubte man, drei Linkshänder wären da auf der Matte. Weit gefehlt! Nach einigen Übungen kann ein Shaolinkämpfer beide Hände gleich gut nutzen. Beim Durchschlagen der Bretter, und zwar, wenn das Brett nicht irgendwo aufliegt, sondern von den anderen gehalten wird, kommt es auch sehr stark auf diesen anderen an. Die Arme müssen durchgestreckt sein.
Mit Judo oder Karate sei Kung Fu und Shaolin nicht zuvergleichen, berichtete Uwe Gärtner im Gespräch mit der WAZ
Langenberg. Er ist mit 51 der Älteste in der Gruppe, der Jüngste feierte vor kurzem seinen 7. Geburtstag. Mit dabei bei der Vorführung Peter Schäfer, der früher, vor Uwe Gärtner, diese Kampfkunstschule gegenüber dem Gymnasium betrieben hat. Durchs Programm führte Claudia Schmitz. Eine Kämpferin kann sich sehr wohl selbst verteidigen. Das wurde recht eindrucksvoll vorgeführt. Selbst bei einem Angriff von hinten geht es dem Übeltäter bald äußerst übel.
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